Die Angels-Initiative als zweite Chance
06 November 2018
Michael Eppelmann

Die Angels-Initiative als zweite Chance

Weltweit schaffen Mitarbeiter von Boehringer Ingelheim Werte durch Innovation. Mit unserer „Star Storytellers“-Serie stellen wir von Ost nach West inspirierende Kollegen vor, die unsere Werte verkörpern und sie zum Leben erwecken.

Wir wollen unsere Serie mit der Frage beginnen, welche Rolle die Angels-Initiative in Vietnam spielt, und wie eine persönliche Mission tausenden Schlaganfall-Patienten eine zweite Chance gibt.

Es kann jedem passieren und überall. Allein in Europa stirbt alle 30 Minuten ein Schlaganfallpatient oder erleidet dauerhafte Behinderungen, da die notwendigen Behandlungsschritte nicht eingeleitet wurden. Auch unsere Mitarbeiterin Cam-Tu Vo musste diese schmerzhafte Erfahrung in ihrem persönlichen Umfeld durchleben: „Mein Onkel ist an einem Schlaganfall gestorben, weil er zu weit von einem Krankenhaus mit Schlaganfall-Intensivstation entfernt gelebt hat.“

Leider ist dieser Vorfall alles andere als eine Ausnahme. Laut Vo erhalten weniger als 1% aller Schlaganfallpatienten in ihrem Heimatland Vietnam und anderen Entwicklungsländern Zugang vor einer Therapie, die sie vor dauerhaften Behinderungen oder dem Tod bewahrt. Dies nahm Boehringer Ingelheim zum Anlass, 2016 die Angels-Initiative ins Leben zu rufen, mit der eine globale Gemeinschaft an Schlaganfall-Zentren aufgebaut wird. Cam-Tu Vo, die als Managerin für Schlaganfallbehandlung arbeitet, ist nun sowohl auf einer beruflichen als auch auf einer privaten Mission: „Ich möchte den Patienten eine zweite Chance geben.“

 

Die Einstellung der Ärzte ändern

In Vietnam startete die Angels-Initiative im Frühjahr 2017. Um so viele Patienten wie möglich vor dem Tod oder Behinderungen zu bewahren, strebt Boehringer Ingelheim sowohl den Aufbau neuer Schlaganfallzentren als auch die Verbesserung der bereits existierenden an, indem wir ihnen helfen, Prozesse zu optimieren und sie mit innovativen Medikamenten versorgt werden. „Schlaganfallpatienten müssen so schnell wie möglich behandelt werden, damit Folgeschäden verringert oder sogar ganz werden können“, betont Cam-Tu Vo.

Um die Angels-Initiative einen Erfolg werden zu lassen, ist vor allem auch die Ausbildung der Ärzte vor Ort eine wesentliche Herausforderung. Laut Vo geht es hierbei um viel mehr als darum, Medikamente auszuliefern. „Man muss die Einstellung der Ärzte ändern. Sie sind auf Intensivstationen extrem gestresst und haben deshalb oft nicht die Zeit und den Kopf frei, um etwas an ihren Arbeitsabläufen zu ändern.“ Der Kontakt zu den Ärzten müsse deshalb über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden, um sie von der Sinnhaftigkeit der Angels-Initiative überzeugen zu können. Diese Anstrengungen haben allerdings auch zu durchschlagenden Ergebnissen geführt: „2017 haben wir noch mit 10 Schlaganfalleinheiten kooperiert – jetzt bereits mit mehr als 40!“

 

Den eigenen Sinn erkennen

Cam-Tu Vo musste neben dem Überzeugen von Ärzten allerdings auch andere Herausforderungen meistern. „Einer der Schlaganfall-Experten in meinem Team hat gewechselt, aber zu guter Letzt haben wir gleich zwei neue bekommen, sodass wir unsere Aktivitäten sogar nochmals ausbauen konnten.“ Was sie nachhaltig motiviere und inspiriere, seien jedoch die Patienten: „Wir konnten bisher in Vietnam mehr als 4.000 Personen mit Schlaganfall vor Schlimmerem bewahren!“

Vo bezeichnet das aufgeschlossene Dazulernen im Rahmen der Einführung der Angels-Initiative in Vietnam als ihre persönliche Sinnfindung. Nachdem sie den Tod ihres Onkels nach einem Schlaganfall nicht verhindern konnte, hat sie nun bei der schnellen und fachgerechten Behandlung tausender anderer Patienten geholfen. Oder wie Cam-Tu Vo selbst sagen würde: „Aufgrund der Angels-Initiative ist meine Tätigkeit als Managerin für Schlaganfallbehandlung für mich mehr eine persönliche Mission als nur ein Beruf.“

"Aufgrund der Angels-Initiative ist meine Tätigkeit als Managerin für Schlaganfallbehandlung für mich mehr eine persönliche Mission als nur ein Beruf, sagt Cam-Tu Vo. "
Michael Eppelmann

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